Selbstverpflichtung

Geist und Ziele

Vertrauen ist ein Grundstein für sinnvolles und erfolgreiches Wirtschaften. Die Initiative „Startup-Trust“ hat es sich zum Ziel gesetzt, dem massiven Vertrauensverlust der letzten Jahre in den Beziehungen zwischen Bürgern und Wirtschaft etwas entgegen zu setzen.

Ein erster Schritt dazu ist die Entwicklung einer Selbstverpflichtung des Vertrauens für die Finanzwirtschaft. Diese Charta sieht sich im Sinne der freiwilligen Selbstverpflichtung von Institutionen und steht somit in der Tradition des Corporate Governance Kodex (CGK) und des von der UNO verabschiedeten „Global Compact“.

Ein branchenbezogenes Beispiel ist die Urkunde „Vertrauen in die Finanzwirtschaft“. Mit dieser Selbstverpflichtung soll ein ethischökonomischer Rahmen für das Handeln in Institutionen gesetzt werden, der die Haltung aller am Wirtschaftsprozess Beteiligten ergänzend zu bestehenden Rechtsordnungen beeinflusst. Insofern geht sie über die Leitlinien für eine verantwortungsvolle Unternehmensführung (CGK) hinaus; sie soll sich aber wie diese im Dialog mit allen relevanten gesellschaftlichen Gruppen weiterentwickeln.

 

Engagement für überprüfbares Vertrauen in der Wirtschaft (Beispiel Finanzbranche)

  1. Wir betrachten überprüfbares Vertrauen als grundlegenden Aspekt einer verantwortungsbewussten und wirtschaftlich erfolgreichen Unternehmensführung.
  2. Wir sind der Auffassung, dass vertrauenswürdiges Verhalten auf jeder Ebene wirtschaftlichen Verhaltens eine unentbehrliche Grundlage für eine funktionierende Marktwirtschaft ist.
  3. Wir betrachten den Finanzdienstleistungssektor in Verbindung mit allen anderen Stakeholdern als wichtigen Katalysator für Vertrauen in der Wirtschaft.
  4. Wir erkennen an, dass Vertrauen ein vollwertiger Bestandteil unseres Selbstverständnisses als verantwortungsbewusstes Unternehmen ist.
  5. Wir sind bereit, für die Schaffung einer neuen, belastbaren Vertrauensbasis in unserer Wirtschaft eine Vorreiterrolle zu übernehmen.
  6. Wir verpflichten uns, alle geltenden Vorschriften einzuhalten, die für einen Vertrauensaufbau in der Wirtschaft von Bedeutung sind. In diesem Sinne werden wir bei unseren Abläufen und allen geschäftlichen Entscheidungen in allen Märkten das Vertrauenspostulat berücksichtigen.
  7. Wir sind uns bewusst, dass es keine geschäftliche Entscheidung geben kann, die es wert ist, Vertrauen in unser Unternehmen zu zerstören.
  8. Wir wollen auch bei allen Geschäftsbeziehungen nur solche Partner akzeptieren, bei denen wir sicher sein können, dass sie sich im Sinne der Charta um vertrauenschaffendes Wirtschaften bemühen.
  9. Wir sind bereit, uns einem internes Auditing im Sinne der Charta zu stellen, um auf diese Weise die Glaubwürdigkeit und Transparenz unseres Engagements zu überprüfen.
  10. Wir wollen öffentlich regelmässig über Massnahmen berichten, was wir zum Vertrauensaufbau in der Wirtschaft geleistet haben.

 

Öffentliche Aufklärung und Kommunikation

Die Mitglieder der Selbstverpflichtung „Vertrauen in die Wirtschaft“ engagieren sich dafür, die öffentliche Diskussion über das Thema Vertrauen nachhaltig mitzugestalten.